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Zahnzusatzversicherung Kieferorthopädie

Zahnfehlstellungen verursachen viele Leiden

Zahnfehlstellungen können viele Folgen haben: Am auffälligsten sind Sprachfehler, etwa durch Lispeln. Außerdem kann es verstärkt zu Karies kommen. Durch schlechtes Kauen wegen fehlendem Biss entstehen Magen- und Darmbeschwerden. Auch Kopfschmerzen haben hier oft ihre Ursache. Wenn der Mund nachts beim Schlafen nicht richtig geschlossen werden kann, führt dies zu Belastungen der Nacken- und Kiefermuskulatur sowie der Atemwege und des Halses.
Die Kieferorthopädie ist das Teilgebiet der Zahnmedizin, das sich mit der Verhütung, Erkennung und Behandlung von Fehlstellungen der Kiefer und der Zähne befasst.
Jährlich erhalten in Deutschland mehr als eine Million Menschen eine kieferorthopädische Behandlung. Dabei legen Zahnärzte und Patienten nicht mehr Wert auf Schönheit, sondern auf Gesundheit der Zähne.
Zahnfehlstellungen kann der Kieferorthopäde bei Patienten jeden Alters regulieren. Die Behandlung von Erwachsenen dauert nur wenig länger als die Jugendlicher. Es entstehen jedoch erhebliche Kosten, die der gesetzlich versicherte Patient selbst übernehmen muss.
Die Beseitigung von Zahnfehlstellungen durch kieferorthopädische Maßnahmen wird von der gesetzlichen Krankenversicherung in der Regel nur für Jugendliche unter 18 Jahren gezahlt. Der Zahnarzt oder Kieferorthopäde muss den Grad der Zahnfehlstellung anhand eines ganz bestimmten Systems messen und eine Einstufung in so genannte KIG-Stufen (kieferorthopädische Identifikationsgruppen) je nach Schweregrad vornehmen. Es gibt 5 verschiedene Schweregrade, eine Einstufung in KIG-1 erfolgt dann, wenn die Zahnfehlstellung den niedrigsten Schweregrad aufweist, eine Einstufung in KIG-5 erfolgt beim höchsten Schweregrad.
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Zahn- bzw. Kieferregulierung nur bei schweren Fehlstellungen, also wenn eine Einstufung in KIG 3, 4 oder 5 erfolgt.
Stuft der Zahnarzt oder Kieferorthopäde die Zahnfehlstellung Ihres Kindes in die KIG-Stufe 1 oder 2 ein, sieht die gesetzliche Krankenkasse dies nur als „leichte“ Zahnfehlstellung an, für deren Behandlung keine medizinische Notwendigkeit besteht und somit auch keine Leistung erfolgt. Der Zahnarzt wird Sie in diesem Fall sicher darüber aufklären, dass z. B. bei Einstufung in KIG-Stufe 2 aus zahnmedizinischer Sicht eine Behandlung durchaus sinnvoll und notwendig ist. Die Kosten für eine solche Zahn- bzw. Kieferregulierung belaufen sich auf ca. 3000 bis 6000 € je Behandlung, die Sie allerdings in voller Höhe selbst tragen.

Gesellschaft

Gesetzliche KV

CSS

BBKK / Union KV

ARAG

DKV

Uni-
Versa

Tarif

 

ZB + ZE Top

Zahn Premium

Z 90 Bonus

D85 + DBE

dent Privat

Finanztest
5/2010
sehr gut (1,3) nicht getestet neuer Tarif, nicht getestet neuer Tarif, nicht getestet sehr gut (1,4)
Kinderbeitrag 18,56 € 11,36 € 16,27 € 13,83 - 20,22 € 12,08 €

Erstattung für medizinisch notwendige Behandlungen gem. KIG 1

Keine
Leistung!

80 %

90 %

80 %

100 %
max. 1.500 Euro je Leistungsfall

80 %
max. 600 Euro pro Kiefer

Erstattung für medizinisch notwendige Behandlungen gem. KIG 2

Keine
Leistung!

80 %

90 %

80 %

100 %
max. 1.500 Euro je Leistungsfall

80 %
max. 600 Euro pro Kiefer

Erstattung für medizinisch notwendige Behandlungen gem. Mehrkosten-
vereinbarung bei Behandlung nach KIG 3/4

Nur Regel-
leistung!

80 %
max. 600 Euro pro behandeltem Kiefer

90 %
der begründeten med. notwendigen Mehrkosten

80 %
max. 1.000 Euro

100 %
max. 1.500 Euro je Leistungsfall

80 %
max. 600 Euro pro Kiefer

Erstattung für medizinisch notwendige Behandlungen gem. Mehrkosten-
vereinbarung bei Behandlung nach KIG 5

Nur Regel-
leistung!

80 %
max. 600 Euro pro behandeltem Kiefer

90 %
der begründeten med. notwendigen Mehrkosten

80 %
max. 1.000 Euro

100 %
max. 1.500 Euro je Leistungsfall

80 %
max. 600 Euro pro Kiefer

Weitere Tarifinhalte

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Zahnbehand-
lung/ prof. Zahnreinigung 100%
Zahnersatz 80-90%

Zahnbehand-
lung/ Zahnersatz 90%
Sehhilfen 80%/ max. 250 € in 2 Jahren
Auslandskranken-versicherung bis zu 60 Tagen

Zahnbehand-
lung 90%
prof. Zahnreinigung 100%/ max. 60 € pro Behandlung
Zahnersatz 80-90 %

Zahnbehand-
lung 100 %
prof. Zahnreinigung 100%/ max. 75 € pro Behandlung
Zahnersatz 85 %

Zahnbehand-
lung 80 - 90 %
prof. Zahnreinigung 100% bis € 75.- p.a.
Zahnersatz 80-90 %

 

1. Hinweis:

Wenn Sie kieferorthopädische Leistungen für Ihr Kind in einer Zusatzversicherung absichern möchten, achten Sie bitte darauf, dass der Zahnzusatztarif auch dann Leistungen vorsieht, wenn die gesetzliche Kasse nicht leistet (also in den KIG-Stufen 1 – 2). Viele Zahnzusatztarife bieten keinen Versicherungsschutz für Kieferorthopädie an, wenn die gesetzliche Kasse nicht leistet.
Sieht der Zahnzusatztarif Ihres privaten Krankenversicherers auch Leistungen für Kieferorthopädie ohne Vorleistung der gesetzlichen Kasse vor, achten Sie bitte auch auf Summenbegrenzungen. Zum Beispiel kann es heißen: Kieferorthopädische Behandlungen werden zu 80 % übernommen, maximal aber 600 € je kieferorthopädische Behandlung.
Im Klartext heißt das bei KIG-2 und einem Rechnungsbetrag von 4000 €: GKV zahlt nichts, private Zahnzusatzversicherung bezahlt 600 €. Ihr Eigenanteil von 3400 € wäre somit immer noch sehr hoch.

2. Hinweis:

Wenn die gesetzliche Kasse leistungspflichtig ist (also in den KIG-Stufen 3 – 5), entstehen häufig so genannte Mehrkosten für eine hochwertige und ästhetische Versorgung (z. B. durchsichtige Zahnspange, Kunststoffbrackets etc.).
Die gesetzliche Kasse leistet nur für eine Standardbehandlung, welche danach ausgerichtet ist, dass die Behandlung ausreichend, wirtschaftlich und zweckmäßig sein muss – mehr nicht! Und diese Anforderungen erfüllt eine Metall-Zahnspange.
Viele Kieferorthopäden sind erfahrungsgemäß gar nicht  mehr bereit, eine reine Kassenleistung ohne Zusatzkosten anzubieten.

 

 

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